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Wettbewerb Jüdisches Kulturzentrum am Sankt Jacobsplatz

"Vor hundert Jahren musste man, wenn man ein Haus bauen wollte, einen Baumeister haben. Heute braucht man einen Geodäten für die Grundstücksaufnahme, einen Ingenieur für die Statik, einen Bautechniker für die Tragstruktur und die Details.
Man braucht einen Bauphysiker, einen Fassadenplaner, einen Beleuchtungstechniker und einen Installationsspezialisten. Man braucht einen Bauökonomen, einen Funktionsberater, einen Marketingexperten, einen Projektsteuerer und einen Quantity surveyor, einen Bauleiter und selbstverständlich einen Bauunternehmer oder besser einen Generalunternehmer. Man braucht natürlich einen Developer. Einen Architekten braucht man nicht."

(Vittorio Magnago Lampugnani, Zürich 2002)

atelier25 versucht nicht, sich als Künstler-Architekten zu profilieren, die mit Sicherheit am Maßstab und der Spezifik der tatsächlichen Bauaufgabe scheitern würden. Dennoch ist es eine sinnvolle Strategie, auch Disziplinen, die nicht rein baubezogenen sind, miteinander kommunizieren zu lassen. Die Kernkompetenz des Architekten liegt im Entwurf. Da allerdings immer mehr Bauherren darauf aus sind, möglichst reibungslos ein möglichst billiges architektonisches Produkt zu erhalten, bleibt zur Erfüllung der eigenen architektonischen Wünsche oftmals nur der Wettbewerb - und der Wunsch, diesen zu gewinnen

Exemplarisch hierfür ist der Wettbewerb für ein jüdisches Kulturzentrum in München. Dieser Wettbewerb fand im Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit Prof. Arch. A. Mangiarotti aus Mailand statt. Das zu planende Kulturzentrum umfasste eine Grundschule, einen Kindergarten, ein Jugendzentrum, einen Verwaltungstrakt mit Gemeindesaal, ein jüdisches Museum, ein koscheres Restaurant und die neue Hauptsynagoge Münchens. Der Wettbewerb hatte festgelegte städtebauliche Vorgaben und ein detailiertes Raumprogramm. An die Neuordnung des Sankt Jakobsplatzes wurde eine Vielzahl -zum Teil konkurierrender Anforderungen- gestellt.

Die Aufgabenstellung der Synagoge erwies sich als so faszinierend, dass der Entwurf des Kulturraumes -über die eigentliche Wettbewerbsaufgabe hinaus- im Rahmen der Universität Mailand weiterverfolgt wurde. Entstanden ist ein theoretischer Teil zu Ursprung und Geschichte der Synagoge, viele Entwurfsskizzen, Baupläne und Details sowie Grafiken zu Statik und Haustechnik.

Skizzen
Skizze St.Jacobsplatz Skizze St.Jacobsplatz Skizze St.Jacobsplatz
 
Pläne
Plan St.Jacobsplatz Plan St.Jacobsplatz Plan St.Jacobsplatz
 
Modelle
Modell St.Jacobsplatz Modell St.Jacobsplatz Modell St.Jacobsplatz
 
Platzansicht
Platzansicht St.Jacobsplatz
Platzansicht St.Jacobsplatz